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Professionelles Fruchtfolgemanagement und Erfüllung der Greeningauflagen

Als Teil moderner und nachhaltiger Pflanzenbausysteme bietet der Anbau von Zwischenfrüchten dem Landwirt die Möglichkeit, die Bodenfruchtbarkeit und den Wasserhaushalt im Boden langfristig zu verbessern. In Zeiten von Flächenknappheit und stetiger Effektivitätssteigerung muss die Funktionsfähigkeit der Böden erhalten bzw. verbessert werden. Durch den Anbau von Zwischenfrüchten leistet die Fruchtfolgegestaltung hierfür einen wichtigen Beitrag.

Die Bundesregierung hat der EU-Kommission Ende 2015 offiziell den Entwurf der neuen Düngeverordnung (Dünge-VO) vorgelegt. Darin werden Sperrfristen, Lagerung, Ausbringungstermin und -technik sowie Mengen organischer Dünger geregelt. Der wesentlichste Einschnitt ist, dass nach der Ernte der Hauptfrucht bis zum 31. Januar des Folgejahres kein stickstoffhaltiges Düngemittel ausgebracht werden darf. Eine Ausnahme bietet der Anbau von Zwischenfrüchten. Der Anbau von Zwischenfruchtmischungen ist daher für die Erfüllung der Auflagen zum Greening und zur neuen Dünge-VO geeignet.

Die neue Düngeverordnung

Ein Bericht von Helmut Döhler, Döhler Agrar, landwirtschaftliche Unternehmensberatung

Die Bundesregierung hat der EU-Kommission offiziell den Entwurf der Düngeverordnung zur Notifizierung vorgelegt. Wenn es keine oder nur wenige Einwendungen seitens der EU-Kommission und des Bundesrates gibt, ist mit einem Inkrafttreten zu Beginn 2017 zu rechnen.

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Lebender Boden braucht Nahrung

Ein Bericht von Wilfried Hartl und Eva Erhart, Bio Forschung Austria

Eine gute Krümelstruktur des Bodens ist Voraussetzung für die nachhaltige Ernährung von Kulturpflanzen. Ein optimales Krümelgefüge entsteht vor allem durch die Einwirkung von Bodentieren, Pilzfäden, Bakterienkolonien und feinen Wurzeln. Der folgende Beitrag befasst sich mit der Krümelbildung sowie dem Vorkommen, der Ernährung und damit der Erhaltung der dafür verantwortlichen Bodenlebewesen.

Mit freundlicher Unterstützung von Bio Forschung Austria

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Aufgaben und Nutzen von Zwischenfrüchten

Ein fruchtbarer Boden ist die Grundvoraussetzung für den erfolgreichen Ackerbau! Planterra Zwischenfruchtmischungen verbessern die Struktur beanspruchter Böden, steigern die
Bodenfruchtbarkeit und Bodengesundheit und sorgen für eine Auflockerung enger Fruchtfolgen.

  • Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit und Bodengesundheit
  • Verbesserung der Bodengare
  • Erosionsschutz durch Bodenbedeckung
  • Erhöhung der Biodiversität
  • Förderung des Bodenlebens
  • Stabilisierung des Bodens durch Krümelung und Erschließung des Unterbodens
  • Nährstoffspeicherung in Form von organischer Substanz
  • Imagegewinn für die Landwirtschaft durch blühende Landschaftsbilder im Herbst


Der Zwischenfruchtbestand kann auf drei unterschiedliche Arten genutzt werden:

  • Gründüngung: Der Pflanzenbestand verbleibt auf dem Feld und friert im Winter ab
  • Schnitt, Frischfütterung und Beweidung: Der Aufwuchs der Zwischenfruchtmischungen liefert hochwertiges Futter
  • Substratgewinnung: Konservierung im Herbst als GPS für den Einsatz als Gärsubstrat für die Biogasanlage

Beachten Sie für die Erfüllung der Greeningauflagen die Anforderungen zur Anerkennung!

Greening

Alle Betriebe mit mehr als 15 Hektar landwirtschaftlicher Fläche sind verpflichtet 5 % der Fläche als ökologische Vorrangfläche auszuweisen. Bis zum Jahr 2017 könnte diese Fläche auf 7 % ausgeweitet werden. Für den Anbau von Zwischenfruchtmischungen gelten besondere Vorgaben.

Anrechnung

Der Anbau von Zwischenfrüchten wird mit dem Faktor 0,3 als ökologische Vorrangfläche (öVf) angerechnet. Für 1 ha ökologische Vorrangfläche sind daher 3,33 ha Zwischenfrucht nötig.

Aussaat

Für die Aussaat von Zwischenfruchtmischungen muss folgendes beachtet werden:

  • Aussaat von mind. 2 verschiedenen Arten in einer Mischung (aus vorgegebener Kulturartenliste) mit maximal 60 % Samenanteil einer Art in der Mischung
  • Der Gräsernateil in der Mischung darf ebenfalls maximal 60 % betragen
  • Aussaat der Zwischenfrüchte zwischen 16.7. und 1.10. (gültig ab Antragsjahr 2015)

Pflanzenschutz / Dünger

  • Verbot der mineralischen Stickstoffdüngung
  • Wirtschaftsdünger sind erlaubt (entsprechend Dünge-VO), Verbot der Klärschlammausbringung
  • Chemisch-synthetischer Pflanzenschutz ist bis 15.2. verboten

Nutzung

Zwischenfrüchte dürfen im Ansaatjahr nicht genutzt werden (Beweidung mit Schafen und Ziegen ist aber erlaubt)

  • Erhalt des Aufwuchses bis 15.2., keine Bodenbearbeitung oder Einarbeitung der Zwischenfrüchte (Abfireren der Kultur ist möglich)
  • Mulchen / Walzen (z. B. mit Cambride-, Güttler- oder Messerwalze) ist im Herbst zur Vermeidung der Samenbildung erlaubt

Weitere Infos zum Greening

Weitere nützliche Informationen zum Greening, wie z. B. Anbaudiversifizierung und Erhalt von Dauergrünland erhalten Sie hier.

Anbauhinweise

Die richtige Technik ist nach der Wahl einer hochwertigen Saatgutmischung der entscheidende Faktor für den erfolgreichen Anbau von Zwischenfruchtmischungen. Optimale Saatzeit,  Bodenbearbeitung  und Ablage des Saatgutes im Saatbett sorgen für eine optimale Ausnutzung aller positiven Effekte einer Zwischenfrucht.

Saatzeit

Stoppelsaaten brauchen nach der Getreideernte mindestens sechs bis sieben Wochen Vegetationszeit sowie günstige Niederschlagsverhältnisse von Juli bis November. Im Allgemeinen gilt für die Zwischenfruchtaussaat: „Ein Tag im Juli ist besser als eine Woche im August oder der gesamte September“.

Bodenbearbeitung

Unabhängig von der Verwertungsrichtung ist für die optimale Ausnutzung aller positiven Effekte einer Zwischenfrucht eine sorgfältige Produktionstechnik erforderlich. Diese beginnt mit der Ernte der Vorfrucht. Hier ist auf eine gute Zerkleinerung und Verteilung des Strohs zu achten. Es empfiehlt sich unmittelbar nach der Ernte ein erster, flacher Arbeitsgang zur Stoppelbearbeitung um Ausfallgetreide zum Auflauf zu bringen.

Die nachfolgende Grundbodenbearbeitung richtet sich nach Bodenzustand und Witterung. Fahrspuren und sonstige Verdichtungen sollten gelockert werden. Ob die Grundbodenbearbeitung mit dem Pflug oder mit nicht wendender Technik erfolgt, hängt von den betrieblichen Gegebenheiten sowie der Witterung ab. Bei einer Pflugfurche zur Zwischenfruchtsaat kann zur nächsten Hauptfrucht auf den Pflug verzichtet werden. Ein wesentlicher Vorteil dieses Verfahrens ist, dass Ausfallgetreide dadurch sehr effektiv bekämpft wird. Kommt es witterungsbedingt oder aus arbeitswirtschaftlichen Gründen zur einer späten Aussaat, kann auch eine sofortige Saat bei der Grundbodenbearbeitung durchgeführt werden. Hierfür sollten alle Maßnahmen für eine zügige Jugendentwicklung der Zwischenfruchtmischung genutzt werden, damit das Ausfallgetreide effektiv unterdrückt wird.

Saatbett

Die Mischungen enthalten klein- und großkörnige Arten, daher liegt die optimale Aussaattiefe bei zwei bis drei Zentimeter. Das Saatbett sollte so vorbereitet werden, dass es den Ansprüchen der kleinkörnigen Arten (Feinsämereien) entspricht. Es muss ein feinkrümeliges, gut abgesetztes und rückverfestigtes Saatbett mit gutem Kapillarwasseranschluss vorliegen, um einen zügigen Auflauf zu gewährleisten.

Düngung

Die Nährstoffgabe richtet sich nach der Dünge-VO. Für die Anwendung gelten die Richtlinien der „Guten fachlichen Praxis“. Auf Greeningflächen ist keine mineralische Düngung erlaubt. Organische Düngung mit Ausnahme von Klärschlamm ist zulässig.

Einarbeitung der Zwischenfrucht

Der positive Effekt des Zwischenfruchtanbaus wird nur dann erzielt, wenn innerhalb kurzer Zeit eine ausreichende Biomasse und Wurzelbildung erfolgt. Verbleibt der Zwischenfruchtaufwuchs als Gründüngung auf dem Acker, muss sichergestellt sein, dass er die nachfolgende Hauptfrucht nicht negativ beeinträchtigt. Werden hohe Aufwuchsmengen ohne vorherigen Arbeitsschritt einfach untergepflügt, besteht die Gefahr der Bildung von störenden Schichten aus organischem Material im Boden. Diese Störschichten können unter feuchten Bedingungen auch unter Sauerstoffabschluss „silieren“. Dadurch kann das Wurzelwachstum und die Ertragsleistung der Folgekultur stark beeinträchtigt werden.Um dies zu vermeiden, muss eine gleichmäßige Verteilung und Vermischung des Aufwuchses mit dem Boden erfolgen. Die Arbeitstiefe bei der Einarbeitung richtet sich deshalb nach der Menge des Aufwuchses und der Folgefrucht, d. h. je größer die einzuarbeitende Masse, desto tiefer muss auch gearbeitet werden. Bei sehr hohen Biomasseaufwüchsen kann ein vorheriges Mulchen und eine oberflächige Vorrotte unter trockenen Bedingungen sinnvoll sein.

Bei sehr früher Aussaat oder unter Trockenstress kann es bei einigen Pflanzenarten (z. B. Ölrettich, Phacelia) zur vorzeitigen Samenbildung kommen. Um das Aussamen zu verhindern wird eine rechtzeitige mechanische Behandlung empfohlen. Vor allem vor Kartoffeln und Zuckerrüben ist dies besonders zu beachten, da hier im Nachgang erschwerte Bedingungen für den Herbizideinsatz bestehen.

Unsere Mischungen für Ihren Erfolg

Die Planterra Zwischenfruchtmischungen wurden von Pflanzenbauexperten kreiert. Ihr Boden profitiert von den intelligent aufeinander abgestimmten Komponenten der Mischungen, die eine große Artenvielfalt und biologische Diversität garantieren und somit ein Maximum an Nachhaltigkeit und wirtschaftlichen Erfolgsmöglichkeiten bieten.

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Aktuelle Informationen und Hintergründe rund um das Thema Zwischenfruchtanbau.

Alle Tipps und Hinweise rund um das Thema Zwischenfrüchte haben wir für Sie im Ratgeber Zwischenfrucht zusammengestellt, den Sie kostenlos bei uns erhalten.

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