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Die neue Mantelsaat-Technologie

Bei der Mantelsaat wird das nackte Saatgut mit Nährstoffen umhüllt. Die Hülle setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen wie zum Beispiel Kalziumkarbonat (Kalk) und einem Magnesiumsilikathydrat (Talkum). Darüber hinaus enthält die Hülle Makro- und Mikronährstoffe in einer fein abgestimmten Kombination.

Besser als die Nacktsaat

Der entscheidende Vorteil der Mantelsaat ist die kontrollierte, gesicherte und problemlose Ausbringung des Saatgutes. Dies gilt insbesondere für kleines, inhomogenes Saatgut und auch für Saatgutmischungen, unabhängig davon, ob diese mechanisch ausgebracht werden. Durch das höhere Tausendkorngewicht lässt sich die Mantelsaat auch bei windigem Wetter gezielt aussäen, während die Nacktsaat sich unkontrolliert und ungleichmäßig auf der Fläche verteilt. Das höhere Gewicht sorgt ebenfalls für einen besseren und gesicherten Bodenkontakt. Gleichzeitig ist das Aussaatbild aufgrund der Saatgutfarbe deutlicher erkennbar. Vögel jedoch können die Mantelsaat nicht mehr als Saatgut erkennen. Mantelsaatgut bietet somit einen sicheren Schutz vor Vogelfraß. Durch den wasseranziehenden Mantel kommt es auch auf trockeneren Standorten zu einem sicheren Auflauf.

Zusätzliche Inhaltsstoffe der Mantelsaat

Pflanzenstärkungsmittel sind Stoffe, die ausschließlich dazu bestimmt sind, die Widerstandsfähigkeit von Pflanzen gegen Schadorganismen zu erhöhen und vor parasitären Beeinträchtigungen zu schützen. Biologische Pflanzenstärkungsmittel enthalten eine Vielzahl an Nähr- und Wirkstoffen, die den Zellaufbau des jungen Keimlings fördern. Sie tragen zur Aktivierung von Mykorrhiza-Pilzen bei, die in Symbiose mit Gräsern leben. Wichtig ist die optimale Kombination dieser Wirkstoffe, weil nur dann die Widerstandsfähigkeit gegenüber Schadorganismen nachweislich erhöht werden kann.

Huminsäuren – doppelte Sicherheit

Die Mantelsaatgut-Technologie ist ein ausgereiftes Verfahren. In einem wichtigen Arbeitsschritt werden Huminsäuren in hoch konzentrierter Form in diesen Prozess eingebracht. Sie werden in einer ersten Stufe direkt mit dem Saatgut in Kontakt gebracht und später nochmals in der äußersten Schicht eingebunden. So ist das Saatgut doppelt geschützt. Huminsäure wirkt äußerst positiv auf den Keimling. Sie stimuliert die Zellmembranen sowie die Stoffwechselaktivitäten und erhöht dadurch die Keimraten. Auch werden wichtige Pflanzenenzyme angeregt. Die kräftige Wurzelausbildung unterstützt die Nährstoffaufnahmekapazität. Die so gestärkten Gräser sind deutlich weniger anfällig gegenüber Krankheiten. Alle positiven Wirkungen der Mantelsaat führen in der Summe zu höheren Grünlanderträgen.